Umziehen – gewusst wie

So ein Umzug will wohl geplant sein. Das ist dann schon die halbe Miete. Wie man es macht und wie viel Zeit und Geld man in ihn investiert, das bleibt einem naturgemäß selbst überlassen. Oder den Umständen – denn es hängt ja nicht nur von Lust, Laune und individuellen Präferenzen ab, sondern genauso von der Kassenlage.

Und die steht momentan nicht unbedingt bei allen zum Besten. Rund ein Zehntel der erwerbsfähigen Bevölkerung ist arbeitslos und gar jeder Siebte gilt als arm, Tendenz steigend. Das heißt also, die Zeiten sind für Umzugsunternehmen nicht unbedingt die rosigsten. Dabei ist es natürlich schon schön, sich dem Umzugsservice anzuvertrauen. Wohl dem, der die nötigen Mittel für ein solch luxuriöses Vorgehen hat – denn es ist ja schon bei allem Stress, den ein Wohnungswechsel mit sich bringt, eine veritable Wohltat, zumindest beim Gütertransport mal entspannen zu können. Doch für die meisten ist solch eine Verheißung besserer Zeiten ein Wunschtraum. Und wenn man sich mit weniger begnügen muss, dann kann man das auch. Zum Beispiel, wenn man das Umzugsteam aus dem Freundeskreis rekrutiert.

With a little help from my friends

Gut, wenn man Freunde hat, die einem helfen können. Zum Beispiel mit einem Auto. Aber da will erst einmal ein geeignetes Modell aufgetrieben sein. Was da adäquat ist, hängt naturgemäß sehr stark davon ab, wie der oder die Umziehende so mit Möbeln ausgestattet ist. Ein kurzer Umzug mit wenigen, handlichen Gegenständen kann schon mit zwei PKW-Ladungen bewerkstelligt werden – das wäre dann aber, zugegeben, ein sehr kleiner Hausstand. Wichtig ist immer, dass man den größten Gegenstand in irgendein Gefährt hinein bekommt. Dabei handelt es sich in der Regel ums Bett oder um einen Schrank. Weiterhin zu beachten ist, dass manche Gegenstände echt schwer sein können. Waschmaschinen, besonders ältere, sind derart schwer, dass sie bei falscher Handhabung eine Gefahr für Leib und Leben darstellen können. Die meisten weiteren Dinge lassen sich in Kisten verstauen. Und gerade für den Kistentransport gibt es bei einer genügend großen Anzahl an Helfern ja das probate Mittel der Kette, die sich ausgezeichnet eignet, gerade längere Strecken im Treppenhaus zu meistern. Man postiert dabei seine Gehilfen in unterschiedlichen Etagen, damit die sich kräfteschonend die Pakete überreichen können.

Und immer an die Helfer denken

Man kann natürlich ein paar Sachen beachten, damit sich die Freunde darüber freuen, geholfen zu haben, weshalb man bei aller körperlicher Anstrengung Körper und Seele pflegen sollte. Zum Beispiel sollten Essen und Getränke bereit stehen: ein gemeinsames Mahl nach getaner Arbeit tut jedem gut. Oder eine längere Pause, in der gespeist wird und am Ende ein schönes, wohlschmeckendes Feierabendbier – das ist nach getaner körperlicher Arbeit natürlich besonders lecker. Aber bevor es soweit ist, ist es erst einmal an der Zeit, zu schleppen. Und da sollte man ebenfalls ein paar Fehlerquellen und Fettnäpfchen vermeiden. So ist es beispielsweise grob fahrlässig, Kisten zu schwer zu packen. Ein ganzer Karton voller Bücher oder Schallplatten – das geht gar nicht. Lieber einfach den Boden mit ein, zwei Schichten Lesewerk bedecken und darauf dann etwas Gewichtsarmes. Sonst läuft man Gefahr, den Unbill der freiwilligen Helfern auf sich zu ziehen – und überdies kann es natürlich auch passieren, dass der Karton reißt. Ein blödes wie vermeidbares Ärgernis.

Viel Spaß

Ein wohl organisierter Umzug kann fast schon Spaß bringen. Vielleicht nur fast, denn es handelt sich noch immer um Knochenarbeit. Aber die Werke der eigenen Hände sind immer am meisten wert und nach getaner Arbeit verbreitet sich ein wohliges Gefühl unter den Mitwirkenden. Denn ganz bestimmt ist der Umzug irgendwann vorbei, und man kann auf seine eigene Arbeit schauen und stolz auf sich sein – und da man es sich verdient hat, darf man das dann auch mal.

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