Die Preise für Wohneigentum in Deutschland steigen wieder stark an, zu diesem Schluss kam eine kürzlich veröffentlichte Studie, die rund 28.000 kürzlich vermittelte Häuser im ganzen Bundesgebiet miteinander verglichen hatte. Während der deutsche Maklerverband noch zu Jahresbeginn verkündete, die Preise seien im Schnitt um über ein Prozent gesunken, geht der Trend jetzt offensichtlich in die andere Richtung.
Auch bei Eigentumswohnungen gab es Veränderungen, so wurden im Jahr 2010 bis jetzt um 1,4 Prozent weniger Wohnungen verkauft als noch vor einem Jahr. Für die Studie wurden allerdings nicht die wirklich erzielten Preise untereinander verglichen, sondern Schätzungen von Experten auf dem Wohnungsmarkt angestellt. Die Experten gingen wie eingangs erwähnt, von Preissenkungen vor Jahresende aus. Nach der aktuellen Studie wurde diese Einschätzung allerdings revidiert, nun gehe man von einem stabilen Markt aus. Im Moment seien die Angebote im Vergleich zu den letzten Jahren noch relativ günstig, da die Nachfrage aber in den nächsten Monaten noch steigen werde, sollten sich potentielle Käufer allerdings bald entscheiden.
Regionale Unterschiede bleiben trotz Preissenkungen
In manchen Gebieten in Deutschland, die wirtschaftlich als eher schwach gelten, werden die Preise allerdings in nächster Zeit trotzdem sinken. Nach wie vor gleich bleiben die teilweise erheblichen regionalen Unterschiede, was die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen anbelangt. In Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, München oder Frankfurt sind die Preise nach wie vor im Bundesdurchschnitt sehr hoch, allerdings seien es nicht die Immobilien in den Großstädten selbst, sondern die Einzugsgebiete und Vorstädte seien die wirklich „teuren Pflaster“. Das im Moment teuerste Gebiet im deutschen Wohnungsmarkt ist wie immer München, überraschend ist jedoch, dass Platz zwei gemeinsam von Heidelberg und Wiesbaden belegt wird. Ein Einfamilienhaus kostet in Heidelberg oder Wiesbaden im Moment im Schnitt rund eine halbe Million Euro, in München gar 750.000 Euro. Auf den folgenden Plätzen landeten Stuttgart und Freiburg mit knapp unter einer halben Million, des weiteren Düsseldorf, Frankfurt und Ingolstadt mit 460.000 Euro.
Ebenfalls außergewöhnlich teure Pflaster sind Bad Homburg und Oberusel in der Nähe von Frankfurt, mit 800.000 bis 850.000 Euro. Die bei Touristen beliebten Regionen landeten ebenfalls auf Spitzenplätzen, beispielsweise kostet ein Haus in Konstanz am Bodensee eine halbe Million Euro, in Starnberg nahe der Alpen muss man mit rund 750.000 Euro, in Garmisch-Partenkirchen mit über 600.000 Euro rechnen. Unglaublich günstig sind dagegen Dresden und Leipzig mit ca. 165.000 Euro. Überraschenderweise schnitten auch Bremen und Hannover beim Preisvergleich relativ gut ab, hier muss man mit ca. 200.000 Euro rechnen. Immobilienexperten wie BKM, die sich auf die Finanzierung von Immobilien, wie beispielsweise Fertighaus oder Eigentumswohnungen spezialisiert haben, rechnen aufgrund der im Moment noch relativ günstigen Preise mit einem guten Umsatz für das Jahr 2010.