Russland droht Immobilienkrise

Der seit ein paar Jahren anhaltende Bauboom in Russland bricht nun wohl zusammen. Wie in den USA droht auch in Russland aufgrund der Finanzkrise eine Abwertung von Immobilien. Den Beginn machen die Bauträger, denen langsam die Mittel ausgehen. Viele versuchen nun noch ihre Gebäude und Wohnungen günstig zu verkaufen, in der Hoffnung überhaupt noch einen angemessenen Betrag zu bekommen. Die Übersättigung des Marktes mit günstigen Immobilien führt dann, wie in den USA, zu einem Preisverfall im Wohnungs- und Bürosektor.

Zahlreiche Neubauten entstanden

Der Bauboom der letzten Jahre verlagerte sich von den großen Städten schnell aufs Land wo große Hochhäuser gebaut wurden. Der Preis für den Quadratmeter stieg kontinuierlich an. So kostete 2005 ein qm in einem Rohbau noch um die 550 Euro. 2008 lag der Preis bereits bei 1400 Euro. Die neuen Wohnungen lockten viele Käufer an, die ihr Geld lieber in Immobilien anlegten. Kredite wurden aufgenommen zum Kauf des neuen Eigenheims und als Sicherheit die Immobilie selbst hinterlegt.

Kreditrückzahlung problematisch

Viele können nun die Ratenzahlungen für die Kredite nicht mehr aufbringen und setzen dadurch ihre Wohnung aufs Spiel. Die Immobilien verlieren an Wert und Bauherren und Besitzer werden zum Zwangsverkauf gezwungen, um die Schulden abzahlen zu können. Angeblich sind bereits um die 10 Prozent der Immobilienbesitzer in Zahlungsverzug. Zum Jahresende wird ein Anstieg auf 15 Prozent erwartet.

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