Zahl der Zwangsversteigerungen in USA steigt an

Auf dem amerikanischen Immobilienmarkt nehmen die Zwangsversteigerungen von privat genutzten Immobilien kein Ende. Im März überstieg die Zahl der zur Versteigerung ausgeschriebenen Häuser die der zum Verkauf stehende Neubauten um 15 Prozent.
Zwar wurden im April 352 000 Häusern verkauft, was ein Plus von 0,3 Prozent darstellt gegenüber des Vormonats. Doch 2008 wurden im selben Zeitraum 533 000 Häuser verkauft.

Preissenkung notwendig

Grund für die minimale Verbesserung auf dem Markt war lediglich ein Aufschub der Zwangsversteigerungen. Doch zeitgleich wuchs die Menge der neu zur Versteigerung ausgeschriebenen Immobilien weiter an. Auch bessere Wohngegenden sind inzwischen betroffen. Das dadurch zustande gekommene Überangebot machte in den USA eine allgemeine Preissenkung sowohl auf dem Gebrauchtimmobiliensektor als auch auf dem Neubaumarkt erforderlich. Der Verkaufspreis der Immobilien sank um weitere 15 Prozent und wird laut Prognosen auch noch um weitere fünf bis sechs Prozent runter gehen. Schließlich müssen Bauunternehmer den Bestandsüberschuss der derzeit besteht erstmal los werden, bevor weitere Neubauten entstehen können. Wann und ob sich der Markt wieder erholt ist noch nicht klar abzusehen.

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