In den USA, England und in Österreich ist es möglich, ein Haus durch eine Verlosung zu verkaufen. Hierfür wird ein bestimmter Preis pro Los festgesetzt und am Ende der Aktion unter notarieller Aufsicht ein Gewinner gezogen. In Deutschland sind Verlosungen dieser Art nicht zulässig aufgrund des staatlichen Glückspielmonoplos, doch versuchen es einige Immobilienbesitzer trotzdem.
Ladenhüter loswerden
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, versuchen derzeit auch Deutsche ihre Häuser über das Tombola Prinzip zu verkaufen. Sie gehen dabei den Umweg über einen österreichischen Anwalt und wickeln ihre Geschäfte in Österreich ab. Der Immobilienverband Deutschland sieht diese Entwicklung kritisch. Dort glaubt man, dass sich die Käufer gar nicht mit dem Objekt auseinandersetzen und nur zum Spaß an der Tombola teilnehmen.
Unklare gesetzliche Lage
Noch prüft die zuständige Staatsanwaltschaft im Falle der deutschen Hausverloser die rechtliche Lage und auch die Verbraucherzentralen haben sich eingeschaltet. Zudem ist bei einer Immobilien Tombola ein Verkauf nicht immer gesichert. Werden zu wenig Lose verkauft, so platzt der Verkauf. Das eingenommene Geld, welches auf einem Treuhandkonto liegt, wird dann an die Loskäufer zurückgezahlt. Die Verkäufer gehen leer aus.
Die Eventualität, dass nicht genügend Lose gekauft werden ist doch eher eine Absicherung für die Verkäufer, denn ein Risiko. Die wollen ihr Haus ja auch nicht verschenken und eh sie es zu einem absoluten Niedrigpres hergeben müssen, kann man es doch lieber noch ein wenig behalten und den Verkauf nochmal auf anderen Wegen starten. Bin wirklich mal gespannt, wie sich das ganze in Deutschland entwickeln wird bzw. ob diese Art des Hausverkaufs überhaupt jemals erlabt wird. Könnte mir fast vorstellen, dass es verboten bleibt.