Vielen erscheint die Investition in Immobilien als adäquate Absicherung gegen die Inflation, die nach der Krise erwartet wird. Doch wie sicher ist eine solche Anlage momentan?
Angesichts der Unmengen frischen Geldes, die derzeit zur Krisenbekämpfung in die Märkte gepumpt werden, befürchten viele eine starke Inflation nach Abklingen der Rezession. Jedoch sind Immobilien als Sicherheit gegen diesen Geldwertverfall mit genügend Vorsicht zu genießen, warnt der Immobilienexperte Tobias Just in einem Interview mit der “Süddeutschen Zeitung”.
Studien nicht eindeutig
Die aktuellen Untersuchungen zeigten keinen eindeutig erkennbaren Trend, so Just. Die Preisentwicklung sei noch immer sehr zwiespältig – in derselben Region könne es zu Unterschieden von acht Prozent oder mehr kommen. “Immobilien bergen immer spezielle Risiken”, erläutert der Experte der Deutschen Bank. Langfristige Anlagen würden aber trotzdem generell eine höhere Rendite als die Teuerungsrate hervorbringen.
Umfeld beachten
Wer eine Wohnung oder ein Haus erstehen möchte, müsse gerade auch in Zeiten der Krise auf die Umgebungssituation achten, so Just weiter. Eine zentrale Lage in einem Ballungsraum sollte ebenso gewährleistet sein wie die Flexibilität der Immobilie bezüglich “demographischer Veränderungen” und “energetischer Erneuerung”. Darüber hinaus sollte die Arbeitssituation im Umfeld genau beleuchtet werden, da vor allem Industriestandorte von der Rezession oft schwer getroffen sind.
Es gibt also keine klare Empfehlung für die Investition in Immobilien in den momentanen Krisenzeiten – aber bei einer umfangreichen und genauen Prüfung des Objekts und des Umfeldes kann langfristig durchaus die Inflationszeit überbrückt werden.